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Aus der Tageszeitung L´Arena Don Fraccari und über Haus Pius XII

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Don Luigi Fraccari - Foto: Gino Puddu - Sant’Ambrogio di Valpolicella - 1997Der Pfarrer der den italienischen Gefangenen in Berlin half.

Sant´Ambrogio

 Aus dem Werk des Pfarrers Don Fraccari entsteht eine Partnerschaft.
Reise zum Haus Pius XII das von ihm im Jahr 1949 gegründet wurde.

Eine Partnerschaft entsteht zwischen dem in Sant´Ambrogio gegründeten Komitee zur Erhaltung des Andenkens an den Pfarrer Don Luigi Fraccari und dem heutigen Leiter Michael Lencz des von Don Fraccari im Jahr 1949 in Berlin gegründetem Haus Pius XII.

Diese Partnerschaft ist das Resultat einer Reise auf den Spuren des Pfarrers Don Fraccari, dem Engel der Gefangengen, von Mirco Franceschetti, Mitarbeiter der Zeitung „L´Arena“ und Präsident des Komitees. „Am 24. Januar“, erklärt der Journalist „jährt sich der 110. Geburtstag des Pfarrers Don Fraccari (geb. am 24.Januar 1909 in Pazzon di Caprino-Caprino, gest. am 24. Januar 2000).
Wir haben das „Haus Pius XII“ in Berlin besucht, das im Jahr 1949 von dem wichtigen veronesischem Pfarrer Don Luigi Fraccari gegründet und dank der entscheidenden Hilfe des Papstes Pacelli unterstützt wurde. Das Haus ist heute in einem perfekten Zustand, dem Publikum geöffnet und erfüllt als Stiftung eine soziale und karitative Funktion und ist mittlerweile ein Zentrum benachteiligter Kinder geworden.

Das Haus wurde gegründet um ältere Menschen, Kranke und italienische Waisen aufzunehmen, die nicht mehr zurück in die Heimat konnten. Heute hat sich der Sitz in Berlin an die gegenwärtigen Bedürfnisse angepasst und dabei den Geist des Gründers beibehalten und sich den neuen sozialen Nöten angepasst.

Die Marmorbüste die Papst Pius XII darstellt, existiert noch und ist an der Außenwand des dreigeschössigen Gebäudes durch eine Glasscheibe geschützt, in einer Nische eingelassen. Die Direktion der Stiftung fördert Veröffentlichungen, um die Person des Pfarrers Don Fraccari auch in Deutschland bekanntzumachen, wo er 35 Jahre lang bis 1979 blieb nachdem er aus Verona, mitten im Krieg 1944 dort hinkam. Die Zeit scheint in dem Haus stehengeblieben zu sein“.
Don Fraccari, 1943 ein junger Pfarrer in der Kirche Sant`Eufemia, war schockiert, als er eine Szene einer Razzia von Soldaten in Verona miterlebte und beantrage daraufhin beim Bischof in Verona die Erlaubnis, seiner „zweiten geistigen Berufung“ zu folgen; den gefangen italienischen Soldaten in den deutschen Lagern beizustehen, den über 600 tausend Deportierten und in den Lagern internierten. Ende 1943 kam er am Sitz des Roten Kreuzes in Wien an und dort fand Don Fraccari 60-tausend Pakete vor die noch an die italienischen Deportierten weitergeleitet werden mussten, sowie 6-tausend nicht übermittelte Sterbemitteilungen. Dank des Präfekt Vaccari, konnte er anfangen, die Pakte weiterzuleiten und sich mit den Gefangen in Verbindung zu setzen, die in den Lagern in verzweifelten Zuständen lebten.
Danach ging es weiter nach Berlin, nach dem Ende des zweiten Weltkriegs wurde er zum Pfarrer der italienischen Gemeinde ernannt und blieb dort 35 Jahre lang. Dank der Finanzierung des Vatikans kaufte er 4 Villen für Waisen und Alte, um den Bedürfnissen der schwierigen Nachkriegsjahre entgegenzukommen. Zum Schluss erwähnt Franceschetti noch; “Mit großen Emotionen habe ich gesehen, dass das Werk des Pfarrers Don Fraccari weiterlebt und somit auch das Werk des Komitees aus Sant’Ambrogio di Valpolicella, gegründet 2001, zusammen mit dem aus Berlin das Andenken an den Engel der Gefangen aufrechterhält.

Im April empfangen wir einige Entsandte des „Haus Pius XII“ aus Berlin zu den Feierlichkeiten des 110-jährigen Geburtstag des Pfarrers Fraccari und legen den Grundstein für eine Partnerschaft.“

Artikel vom 23.01.2019 aus der Tageszeitung L´Arena über Monsignore Fraccari und sein Haus Pius XII - erschienen in Sant´Ambrogio

 

     
 
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